zeev milo

Zeev Milo wurde 1922 in Zagreb geboren. 1949 wanderte er nach Israel aus, wo er nach Beendigung seines Studiums in die Armee eintrat, in der er den Rang eines Obersts erreichte. Danach war er in führenden Positionen in der israelischen Elektronik-Industrie tätig. 2002 ist sein Buch "Im Satellitenstaat Kroatien. Eine Odyssee des Überlebens 1941-1945" im Hartung-Gorre-Verlag erschienen.

Am 2. Mai 2006 hielt er im Kleinen Festsaal der Universität Wien einen Vortrag mit dem Titel „Im Schatten des Dritten Reiches. Verfolgung und Vernichtung im Ustascha-Kroatien 1941-1945“

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Im Schatten des Dritten Reiches
Verfolgung und Vernichtung im Ustascha-Kroatien 1941-1945

I. Jugoslawien zwischen den beiden Weltkriegen

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kam es zu umfangreichen Veränderungen auch auf dem Balkan. Serben, Kroaten und Slowenen gründeten am 1.12.1918 einen gemeinsamen Staat: Das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (später Jugoslawien genannt) mit König Alexander I. an der Spitze.[1] Die neuen Partner hatten jedoch teilweise einander widersprechende Ziele und Erwartungen. Die Serben als Sieger hatten territoriale Ansprüche. Sie strebten die Einverleibung aller von Serben bewohnten Gebiete an, also auch jener in Kroatien. Ihr Ziel war ein von Serben beherrschter Staat.[2] Die Kroaten suchten bei den Serben Schutz gegen den Anspruch der Italiener auf Dalmatien, welches diesen als Lohn für ihren Eintritt in den Krieg an der Seite der Alliierten versprochen wurde. Die Vorstellung eines gemeinsamen serbisch-kroatischen Staates begeisterte die Kroaten von vornherein wenig. Darüber hinaus gab es Kulturunterschiede und andere Gegensätze zwischen den Partnern, wie etwa die Feindschaft zwischen der katholischen und der serbisch-orthodoxen Kirche. Die 22 Jahre des Bestehens Jugoslawiens waren geprägt von der Unzufriedenheit der Kroaten.[3] Ihre nationalen Bestrebungen wurden unterdrückt und sie fühlten sich immer benachteiligt. Es gab kaum ein Gebiet, auf welchem Einverständnis herrschte, so dass Kundgebungen und Studenten-Unruhen zum Alltag gehörten.

An der Spitze der kroatischen Opposition war die Kroatische Bauern-Partei, die das Vertrauen der meisten Kroaten genoss. Viel radikaler war die Partei des Rechts, welche in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Ante Starčević gegründet wurde, um ein selbständiges Kroatien zu erkämpfen. Starčevićs Nachfolger war Josef Frank, ein getaufter Jude. Nach ihm übernahm Ante Pavelić, der später der Führer (Poglavnik) des von Hitlers Gnaden gebildeten Satellitenstaats Kroatien werden sollte, die Parteiführung. Im Jahre 1929 flüchtete Pavelić mit einer Handvoll seiner Anhänger nach Italien. Bei den Italienern wurde er willkommen geheißen, finanziell unterstützt und seine Untergrundtätigkeit in Jugoslawien wurde gebilligt. Die Italiener erhoben Anspruch auf Dalmatien und hofften, diesen mit Pavelićs Hilfe durchsetzen zu können. Dieser gründete in Italien eine Miliz – die Ustascha, welche von den Italienern mit Waffen ausgerüstet und militärisch ausgebildet wurde. Pavelićs Anhänger gründeten auch in Ungarn einen Stützpunkt, auf der Janka Pusta, in der Nähe der jugoslawischen Grenze. Auch die Ungarn waren unzufrieden, weil sie Gebiete an Jugoslawien abtreten mussten. Aus diesen beiden Stützpunkten schleuste man Propaganda-Material und Sprengstoff nach Jugoslawien ein und verübte Attentate. Pavelić hatte noch einen Partner: Die Mazedonische Revolutionäre Organisation, auch eine terroristische Bewegung, die für die Befreiung dieses Gebietes von Jugoslawien kämpfte. Sie wurde von den Bulgaren wie auch von den Italienern unterstützt.

1934 wurde König Aleksander I. in Marseille ermordet. Das Attentat war von den Ustascha und den Mazedoniern gemeinsam organisiert worden. Der Täter selbst war ein Mazedonier. Die italienische Regierung wusste von der Vorbereitung des Anschlages und wurde deswegen von der Weltöffentlichkeit gerügt. Die jugoslawische Regierung setzte durch, dass die Italiener jede Tätigkeit der Pavelić-Bewegung unterbanden. Pavelić konnte weiter in der Toskana leben und erhielt eine monatliche Unterstützung, wurde jedoch zu Untätigkeit verurteilt. Einige prominente Ustascha kehrten nach Jugoslawien zurück.

In Jugoslawien hatte Pavelić nur wenige Anhänger. Sie wurden „Frankianer“ genannt, nach ihrem früheren Anführer Frank. Die Ustascha-Bewegung schien sich in Auflösung zu befinden. Ihre große Chance kam jedoch sieben Jahre später, als Hitler Jugoslawien angriff.[4]

II. Juden in Jugoslawien

Die Juden waren in Jugoslawien vor dem Zweiten Weltkrieg mit 75 000 bei einer Gesamtbevölkerung von etwa 15 Millionen eine zahlenmäßig kleine Minderheit.[5] Die meisten in Kroatien lebenden Juden kamen aus Österreich (Burgenland) und aus Ungarn. Die in Bosnien-Herzegowina und Serbien lebenden Juden waren Nachkommen der von der Iberischen Halbinsel vertriebenen Juden.

Die Juden konnten in Jugoslawien mit viel Initiative im Handel und der Industrie, aber auch in den freien Berufen Fuß fassen. Es gab besonders viele Ärzte und Rechtanwälte. Der Neid und der ihm folgende Antisemitismus hatten nicht auf sich warten lassen. Es handelte sich jedoch um einen erträglichen Antisemitismus. Ich ging in Zagreb in die Schule, erst in die Jüdische Volksschule und danach ins Staatliche Gymnasium. Ich bin das einzige Kind meiner Eltern. Wir lebten in Zagreb, der Rest der Familie in einer Kleinstadt, Virovitica. Dort besaßen meine Großeltern eine große Mühle, in der die Ganze Familie beschäftigt war: Ihr Sohn, der Schwiegersohn und mein Vater, der für den Verkauf sorgte. Wir waren eine wohlhabende, glückliche Familie, in der der Zusammenhalt eine große Rolle spielte. Die Zukunft sah aber nur dem Augenschein nach rosig aus.

III. Wie es zum Krieg mit Deutschland kam

Nach dem Sieg im Westen (1940), noch vor dem geplanten Angriff auf die Sowjetunion, galt Hitlers Aufmerksamkeit dem Balkan, um seinen Rücken abzusichern. Dort tobte ein von den Italienern entfesselter Krieg mit Griechenland, der zu Gunsten der Griechen stand. Griechenland erlaubte auch den Engländern, am griechischen Boden Fuß zu fassen. Das bedeutete für Deutschland eine neue Front in Europa.[6] Die anderen Balkanstaaten verhielten sich neutral, jedoch pflegten manche, so auch Jugoslawien, ihre traditionelle Freundschaft mit dem Westen, was für Deutschland ebenso unduldbar war. Um diesen Zustand in den Griff zu bekommen, forderte Hitler von allen Balkanstaaten den Verzicht auf ihre Neutralität, den Beitritt zum Dreimächte-Pakt und die Erlaubnis für den Durchmarsch deutscher Truppen, um den bedrohten Italienern Hilfe leisten zu können. Alle gaben nach, nur Jugoslawien weigerte sich. Die jugoslawische Regierung versuchte die Deutschen auf andere Weise zufrieden zu stellen. Unter anderem wurden 1940 zwei Verfügungen erlassen, die den Juden den Großhandel mit Lebensmitteln verboten und die Anzahl der an Mittel- und Hochschulen studierenden Juden begrenzten (Numerus clausus).[7] Das setzte uns zu Bürgern mit begrenzten Rechten herab. Doch die Deutschen stellte es nicht zufrieden.

Letzten Endes wurde die jugoslawische Regierung gezwungen, dem Pakt beizutreten.[8] Dies geschah in Wien am 25. März 1941. Zwei Tage später führten die Serben einen Staatstreich durch und die „verräterische“ Regierung, die den Vertrag mit Deutschland unterschrieben hatte, wurde gestürzt. Die Anführer des Putsches waren hohe Offiziere mit dem Kommandanten der Luftwaffe, General Dušan Simović, an der Spitze. Auch die Engländer hatten dabei ihre Hände im Spiel.[9] Sie ermutigten jedes von den Deutschen bedrohte Land, Widerstand zu leisten, wenn auch nur kurzfristig. Und dann sollte die Regierung nach England flüchten, um das Kriegsende dort abzuwarten. Durch dieses Verhalten sollte einem solchen Land nach dem Sieg der Alliierten der Platz an der Siegerseite sichergestellt werden – ein schwacher Trost für das im Stich gelassene Volk. Die neu gebildete Regierung unter General Simović versuchte, sich mit den Deutschen zu verständigen. Aber das Schicksal Jugoslawiens war bereits besiegelt. Hitler befohl bereits am Tag des Staatstreiches den Angriff gegen Jugoslawien und seine Zersplitterung.[10]

IV. Ein kroatischer Satellitenstaat wird geboren.

Der Angriff auf Jugoslawien begann am 6. April mit einem schweren Luftangriff auf Belgrad. Die Serben sollten für ihr Aufbegehren schwer büßen. Da die jugoslawische Armee vollkommen versagte, dauerte der Krieg nur wenige Tage. Die kroatischen Offiziere und Soldaten desertierten massenhaft aus der Armee, was den Zusammenbruch noch beschleunigte. Am 10. April marschierten die Deutschen in Zagreb ein. Die Kroaten hießen die deutsche Armee mit Freude und Jubel als Befreier willkommen. Auf dem Territorium von Kroatien und Bosnien und Herzegowina wurde der „Unabhängige“ Staat Kroatien gebildet.[11] Die Führung des neuen Staates wurde dem in Italien lebenden Terroristen-Führer, Ante Pavelić und seinen Ustaschen übertragen.

Pavelić hatte, als er noch in Italien lebte, wiederholt versucht, die Unterstützung der Deutschen zu gewinnen, doch Hitler verbot jeden Kontakt mit ihm. Er betrachtete Pavelić als einen italienischen Agenten.[12] Die Deutschen wollten eigentlich den populären Anführer der Bauernpartei, Maček, als Staatsoberhaupt. Dieser lehnte es ab, rief aber seine Parteigenossen dazu auf, mit dem neuen Regime aufrichtig mitzuarbeiten. Dieser Aufruf hatte weitreichende Folgen. Den bis dahin wenigen Pavelić-Sympathisanten, schlossen sich jetzt massenhaft die Angehörigen der Bauernpartei an.

Jugoslawien hörte als Staat auf zu bestehen. Das Territorium Serbiens wurde unter deutsche Militärverwaltung gestellt. Der Rest Jugoslawiens wurde zwischen Deutschland, Italien und anderen „Verbündeten“ aufgeteilt.

Die Freude in Kroatien dauerte nicht lange an. Pavelić wurde nun aufgefordert, für die Unterstützung Italiens, die er jahrelang genossen hatte, zu bezahlen. Den größten Teil der Adriaküste musste er an Italien abgeben. Außerdem sollte Kroatien ein Königreich mit einem Herzog aus der italienischen Adelsfamilie Savoyen als König werden. Das Königreich blieb den Kroaten jedoch erspart. Der präsumtive König, der Herzog Spoleta weigerte sich nämlich, das Amt anzutreten.

V. Die ersten Ereignisse im Ustascha-Staat

Die Gestapo verhaftete nur einen Tag nach ihrem Eintreffen in Zagreb rund fünfzig angesehne Zagreber Juden und verschleppte sie nach Graz, wo sich die Zentrale des SD befand, jedoch wurden sie nach kurzer Zeit freigelassen.[13] Danach sollten sich die Deutschen für längere Zeit nicht mehr mit der Behandlung der Juden in Kroatien befassen. Sie überließen dies den Kroaten, welche alles unternahmen, um ihre Herren nicht zu enttäuschen. Die Volksdeutschen halfen dabei. Über Kroatien brach eine Welle von Terror, Gewalt und Mord herein, gerichtet gegen die Juden, Serben und jene Kroaten, die zum jugoslawischen Regime standen. Hunderte wurden durch Standgerichte zum Tode verurteilt, andere als Geisel ermordet. Eine endlose Reihe von Gesetzesverordnungen folgte, unter anderen die Rassengesetze nach deutschem Vorbild. Geschäfte und Industrieunternehmungen wurden enteignet.[14] Alle Juden mussten ein Judenabzeichen tragen: Einen Davidstern mit dem Buchstaben “Ž” (für Židov: Jude), aufgedruckt auf gelben Stoff. Dieses Abzeichen musste man an die Kleidung annähen, eines vorne, das andere hinten.

In den Sommermonaten 1941 begann die Massendeportation der Juden in die Konzentrationslager auf der Insel Pag und am Velebit. Im Sommer 1941 wurde das große und berüchtigte Lager Jasenovac errichtet.[15]

Als erste wurde die jüdische Jugend in Zagreb zum angeblichen Arbeitsdienst einberufen. Meine Eltern hatten mich schon ziemlich früh nach Virovitica zu den Großeltern geschickt, in der Hoffnung dass es dort sicherer wäre. Obwohl auch dort der „Arbeitsdienst“ für Juden geplant war, kam er nicht zu Stande. Ich hatte Glück. Mein Glück wiederholte sich noch öfters. Weitere Deportationen folgten. Immer wieder wurde ohne erkennbares System eine größere oder kleinere Gruppe Juden ausgewählt, verhaftet und in eines der Lager deportiert. Einmal waren es nur Männer, andersmall ganze Familien. Zwischen den Deportationen gab es Pausen. Unbekannt sind die Kriterien, nach welchen die Ustascha ihre Opfer auswählten und wie sie den Zeitpunkt einer neuen Deportation festlegten. Für meine Familie war das furchtbar. Jedes Auto, das vor dem Haus stehen blieb, weckte uns. Wir dachten dass sie jetzt wegen uns kommen. Manchmal wurden wir in vorhinein gewarnt. Wir konnten uns bei guten Freunden verstecken. Wie lange? Aber man hatte uns nicht gesucht, wir waren noch nicht dran. Zunächst hörte man nichts über das Schicksal der Deportierten. Dann kamen grausame Nachrichten über das furchtbare Leiden und brutale sadistische Tötungen der Lagerinsassen.[16] Für die noch auf freien Fuß befindlichen Juden gab es jedoch eine Fluchtmöglichkeit.

Die Italiener hatten als „Schutzmacht“ einen Küstenstreifen Kroatiens von rund 60 Kilometern Breite besetzt, die so genannte zweite Zone. Juden, die es schafften, in diese Zone zu flüchten, wurden von den Italienern beschützt.[17] Am Anfang konnte man Reisepapiere von den Ustascha bekommen, später jedoch nur illegal und die Übergänge wurden von den Ustascha streng kontrolliert.

VI. Die Verfolgung der Serben

Nicht nur gegen die Juden, sondern auch gegen die Serben richtete sich der Hass des neuen Regimes. Die Kroaten wollten sich für die Vorherrschaft der Serben in Jugoslawien rächen, hatten aber auch noch schwerwiegendere Motive: Sie wollten einen von allem Fremden befreiten Staat. Die Kroaten bildeten nur eine knappe Mehrheit in ihrem eigenen Land. 30% der gesamten Einwohnerschaft waren Serben, weswegen enorme Anstrengungen unternommen wurden, die Muslime an die kroatische Seite zu ziehen. Die (ungefähre) demografische Zusammensetzung des Unabhängigen Staates Kroatien sah wie folgt aus[18]:

Gesamtbevölkerung: 6,600.000 100 %
Kroaten: 3,370.000 51 %
Serben: 1,970.000 30 %
Muslime: 870,000 13 %
Juden: 45.000 0.7%
Roma: 20.000-35.000

Für die „Lösung der serbischen Frage“ hatte die Regierung folgenden Plan: Ein Drittel sollte nach Serbien vertrieben, ein Drittel zum katholischen Glauben umgetauft die restlichen Serben müssten vernichtet werden.[19] Die Ustascha begannen bereits Ende April mit der Durchführung des dritten Punktes ihres Programms, das Gemetzel an den Serben fing in ganz Kroatien an. Die Opfer waren in erster Reihe serbische Männer, aber auch Frauen, Kinder und Greise. Sie wurden in ihren Dörfern auf die brutalste Weise ermordet, abgeschlachtet, oder in die KZ verschleppt. In den Städten fanden Massenverhaftungen und Erschießungen statt.[20] Die Massenvernichtung der serbischen Bevölkerung wurde im Laufe der vierjährigen Ustascha-Schreckensherrschaft pausenlos fortgesetzt. Es ist interessant, dass Pavelić in seinem blutdurstigen Treiben von Hitler noch ermutigt wurde. Bei seiner ersten Begegnung mit Pavelić im Juni 1941 meinte der von Serbenhass besessene Hitler: „50 Jahre untoleranter Politik gegenüber der Serben sind notwendig“[21].

VII. Der bewaffnete Aufstand der Verfolgten

Die Verfolgung löste einen bewaffneten Aufstand aus. Die Serben, die sich vor dem Ustascha-Terror in den Wäldern versteckten, gründeten bald eine Widerstandsbewegung – die Partisanen. Diese kämpften gegen die Ustascha und gegen die Besatzungskräfte, also auch gegen die Deutschen und Italiener. Die Kommunistische Partei nützte diese Entwicklung geschickt aus und riss die Führung der Aufständischen an sich. An der Spitze stand Tito, der die Gleichberechtigung aller Völker auf dem Territorium Jugoslawiens versprach. Rache als Prinzip wurde abgelehnt. Diese Doktrin ermöglichte auch den verfolgten oder unzufriedenen Kroaten, sich der Bewegung und dem Kampf anzuschließen.[22]

Etwas früher als in Kroatien begann der Aufstand gegen die brutale deutsche Militärverwaltung in Serbien. Die so genannten Tschetnik (der Name bezieht sich auf die serbischen Freischärler, die gegen die Türken kämpften) wurden von Oberst Draža Mihailović, der seine Befehle aus London, von der emigrierten jugoslawischen Regierung erhielt. Auch in Kroatien bildeten sich Einheiten der Tschetnik.[23]

Der Versuch, die beiden Untergrundbewegungen zu vereinigen, scheiterte in erster Reihe aus ideologischen Gründen. Die einen waren königstreu und die anderen Kommunisten Es gab auch Unterschiede in dem Kampfprogramm der beiden Anführer. Tito befürwortete den uneingeschränkten Kampf gegen die Besatzungsmächte. Mihailović hingegen wollte sich von vorzeitigen Aktionen zurückhalten, um die Ankunft der Verbündeten abzuwarten.[24]

Im Laufe der Zeit vertiefte sich die Kluft und führte zu einem blutigen Krieg zwischen den beiden Bewegungen. Mihailović ging so weit, dass er an der Seite der Deutschen gegen die Partisanen kämpfte. In Kroatien standen in den von den Italienern besetzten Gebieten die Tschetnik unter italienischen Schutz und Kommando.[25]

VIII. Das Schicksal unserer Angehörigen[26]

Bis zum Sommer 1942 durfte meine Familie in Virovitica als unentbehrlich weiter in der Mühle arbeiten, wodurch sie mehr oder weniger beschützt war. Im Juli 1942 wurden jedoch alle Juden in Slawonien verhaftet. Das große Unglück traf jetzt auch unsere Familie. Meine Großmuter, mein Großvater, zwei Onkel und eine Tante wurden in ein Durchgangslager deportiert. Es gab noch Hoffnung, weil sich viele für sie einsetzten. Uns ist es noch gelungen, den einzigen lokalen Ustascha-Funktionär, der sich ihrer Befreiung widersetzte, mit einer großen Summe Geld zu bestechen. Gerade in diesen Tagen unterzeichnete aber der kroatische Außenminister ein Abkommen mit den Deutschen, wonach von nun an die Juden zur Endlösung nach Polen versandt werden. Im Rahmen des Abkommens zahlten die Kroaten den Deutschen für jeden Juden noch 30 RM für die „Behandlungsspesen“. Unsere Familie wurde mit dem ersten Transport nach Auschwitz deportiert. Es war für uns ein schrecklicher Schlag und ist bis heute ein Trauma für mich geblieben. Nur zwei junge Burschen aus diesem Transport haben überlebt. Von einem habe ich erfahren, dass mein Großvater schon im Zug verstarb. Über die anderen wusste er gar nichts.

Als dieses Unglück geschah, war auch unsere Lage in Zagreb vollkommen hoffnungslos. Gerade fand wieder eine Welle von Verhaftungen statt. Und wieder hatte man uns vergessen. Wir waren nicht die einzigen. In Zagreb sind noch mehr als 2000 Juden zurückgeblieben. Der größte Teil dieser Juden wurde in der letzten „Welle„ im Frühjahr 1943 nach Auschwitz deportiert. Da waren wir schon nicht mehr in Zagreb.

IX. Unsere Rettung kam unverhofft[[27]

Eine Freundin der Familie lernte ganz zufällig eine Polizeibeamtin kennen. Sie bat sie ohne zu zögern, uns Papiere für die Flucht zu verschaffen. Diese junge Frau hatte unsere Lage vollkommen verstanden und tat alles, um uns – natürlich vollkommen illegale – Papiere zu verschaffen. Alles gelang, bis auf die Unterschriften, die so schlecht gefälscht waren, dass es jedes Kind erkennen konnte. Wir hatten keine Wahl, wir nahmen das Risiko auf uns. Wir bestiegen den Zug, der uns in die Zweite italienische Zone bringen sollte. Die Ustascha-Kontrolle verlief glatt. Dagegen erkannte der italienische Karabinieri die Fälschung sofort und holte den kroatischen Grenzgendarm. Es sah schlecht für uns aus. Nun geschah wieder etwas Unerwartetes. Der Gendarm versicherte dem Italiener, dass unsere Papiere in Ordnung wären und wir durften weiterreisen. In der italienischen Zone erfuhren wir noch, dass die Italiener den Kroaten versprochen hatten, keine weiteren jüdischen Flüchtlinge aufzunehmen. Wir mussten also weiter die Kroaten spielen. Nur mit großer Mühe gelang es uns, die Italiener zu überzeugen, dass wir keine Juden waren.

Wir konnten uns in einem kleinen Ort, Novi Winodol, an der adriatischen Küste, niederlassen. Wir hofften, hier in Ruhe das Kriegsende abwarten zu können, so einfach verlief es aber doch nicht.

X. Währenddessen in Zagreb

Im Mai 1943 wurden die letzten Juden aus Zagreb nach Auschwitz verschleppt. Es blieben noch einige Hundert, die sich versteckten oder die aus der Ustascha-Evidenz verschwunden waren.[28]

Die politische Lage wurde von den deutschen Verantwortlichen zu diesem Zeitpunkt unterschiedlich eingeschätzt: Der deutsche General in Kroatien, Gleise v. Horstenau, hatte schon früh eingesehen, dass der Massenmord an den Serben den Aufstand anfeuere und die Wehrmacht Kräfte am Balkan halten müsse, die sie an der Ostfront so dringend brauchte, um die Partisanen zu bekämpfen. Deswegen sollte man seiner Ansicht nach Pavelić und das Ustascha-Regime beseitigen. Der deutsche Botschafter Siegfried Kasche war hingegen der Meinung, dass Pavelić Hitlers treuster Diener sei und dass man sich nur auf ihm verlassen könne. Dieses Tauziehen dauerte an, aber letztlich behielt Kasche die Oberhand.[29] Später verlangten auch die kommandierenden Generäle die Beseitigung Pavelićs, um das Land zu beruhigen, kamen dabei jedoch in Konflikt mit dem Außenamt und mit Hitler selbst.[30] Auch der katholische Klerus unterstützte das Ustascha-Regime. Erzbischof Stepinac und andere Würdenträger segneten Pavelić und die Ustascha, obwohl sie über die Gräueltaten wussten.[31] Viele Geistliche schlossen sich aktiv den Ustascha an. So z.B. der Franziskaner Filipović Majstorović, der eine zeitlang Kommandant des KZ Jasenovac war und als einer der schlimmsten bekannt wurde.[32] Er hatte eigenhändig hunderte Häftlinge ermordet. Auch der Vatikan unterstützte das Ustascha-Kroatien und hielt einen inoffiziellen Nuntius in Zagreb.[33]

XI Das Verhältnis zwischen den Italienern, Kroaten und Deutschen

Um die Italiener zufrieden zu stellen, erkannten die Deutschen Kroatien politisch als italienische Interessenszone an, denn das kostete sie nichts. Wirtschaftlich beuteten die Deutschen Kroatien jedoch alleine aus. Landwirtschaftsprodukte, verschiedene Erze, in erster Reihe Bauxit, waren für die deutsche Kriegsführung von höchster Bedeutung. Die Ausbeutung gelang aber aufgrund der Aufstände nicht in so großem Maße, wie gewünscht. Die Italiener sahen ruhig zu. Ihnen waren die Eroberungen und ihr Prestige am wichtigsten. Militärisch rechneten die Deutschen bei der gemeinsamen Bekämpfung der Partisanen mit den Italienern. Diese hatten in Kroatien eine ganze Armee zu Verfügung: Bald stellte sich heraus, dass die italienischen Generäle nicht bereit waren, ihre Soldaten für diesen Krieg sterben zu lassen. Anstelle eigener Soldaten boten sie die Tschetnik an, aber Hitler verbot jede Zusammenarbeit mit ihnen.[34]

Die Italiener verletzten die kroatische Souveränität immer wieder und demütigten Pavelić. Im Sommer 1941 vertrieben sie die Ustascha, wie auch die regulären kroatischen Streitkräfte, aus der Zweiten Zone und rissen die Kontrolle über die kroatischen Zivilbehörden an sich. Dieser Zustand dauerte bis zur italienischen Kapitulation im September 1943 an.[35] Die Kroaten beklagten sich oft bei den Deutschen, wurden aber immer wieder abgewiesen. Die Deutschen wollten nicht den Unterhändler spielen, sie empfohlen den Kroaten, direkt mit den Italienern zu verhandeln.[36]

Im Sommer 1942 hatten die Kroaten eine Klage gegen die Italiener vorzubringen, zu der die Deutschen nicht gleichgültig bleiben konnten: Die Kroaten hatten dem Verlangen der Deutschen, die noch lebenden Juden auszuliefern, um sie in die Todeslager zu verschleppen, zugestimmt. Nun wollten sie auch kroatische Juden, die bei den Italienern Asyl gefunden hatten, ausliefern. Die Italiener weigerten sich, worauf sich die Kroaten bei den Deutschen beklagten und Gehör fanden. Das Außenamt, sogar Hitler persönlich, übten Druck auf Mussolini aus, um die Übergabe der etwa 4000 bis 5000 Juden zu erzwingen. Mussolini, geschwächt durch die wiederholten militärischen Misserfolge, gab nach: “Nulla osta“ (nichts dagegen) schrieb er eigenhändig auf den Rand der deutschen diplomatischen Note, in der die Auslieferung verlangt wurde. Doch die Beamten des italienischen Außenministeriums, die genau wussten, was den Juden bevorstehen würde, widersetzten sich dem Plan. Ihnen schlossen sich auch die in Kroatien kommandierenden Generäle an. Trotz des andauernden deutschen Druckes gelang es mit List, die Auslieferung immer wider zu verzögern. So wurden alle Juden zunächst in mehreren Lagern und dann in einem großen italienischen Lager auf der Insel Rab interniert, um sie für die Auslieferung auf einem Platz zu konzentrieren, so wurde es den Deutschen gesagt. Wir blieben von dieser Maßnahme verschont, weil wir bei den Italienern nicht als Juden galten. Dieses Drama um ein paar Tausend kroatische Juden dauerte bis zur italienischen Kapitulation im September 1943 an. Dann wurden diese Juden auch aus dem italienischen Lager befreit.[37]

XII. Nach der italienischen Kapitulation – September 1943

Bei uns in Novi Winodol begrüßten die italienischen Soldaten und Offiziere die Nachricht über die Kapitulation mit großer Freude. Am Hauptplatz tanzten sie auf den Pferden, überall Gesang und Jubel. Dass sie den Krieg verloren hatten machte ihnen nichts aus. Sie wollten nur so schnell wie möglich nach Hause. Jedoch fielen sie unterwegs fast alle in deutsche Kriegsgefangenschaft.

Die Tito-Partisanen bemächtigten sich jetzt dieses Gebietes. Eine riesige Menge Waffen, Munition, Fahrzeuge und Verpflegung fielen jetzt in ihre Hände.[38] Die Jugend aus diesen Gebieten schloss sich massenhaft den Partisanen an, so auch die Juden aus dem italienischen Lager und auch ich. Als dann die Deutschen zusammen mit den Kroaten mit starken Kräften aufmarschierten, zogen sich die Partisanen in die Gebiete zurück, die leichter zu verteidigen waren. Das war während der gesamten Kriegsdauer die Taktik der Partisanen. Sie hielten große Flächen unter ihrer Kontrolle, das so genannte befreite Territorium, doch die Topographie veränderte sich ständig. So waren die Partisanen, wie auch die bedrohte Bevölkerung, in ständiger Bewegung. Neben ihrem heroischen und erfolgreichen Kampf richteten sich die Bemühungen der Partisanen darauf, Tatsachen zu schaffen die das kommunistische Regime, eine andere Art von Diktatur, für die Zukunft sichern sollten. Hinzu kam der scharfe Antisemitismus, der wohl nicht in das Konzept der Kommunistischen Doktrin passt, aber Tatsache war. Nach zwei Lungenentzündungen endete meine militärische Kariere in einer Werkstatt. Ich befasste mich schon in meiner Schulzeit mit der Radiotechnik als Hobby. Bei den Partisanen herrschte ein Mangel an Radiotechnikern und ich tat fortan gute Arbeit.[39]

XIII. Partisanen, Russen, Engländer

Für die Partisanen war die Sowjetunion aufgrund ihres heroischen Kampfes gegen die Faschisten und dem sozialistischen Regime ein Vorbild. Die Engländer unterstützten anfangs die Tschetnik von Mihailović, doch als sie erfuhren, dass Mihailović mit den Deutschen paktierte, halfen sie Tito. Churchill war von den Partisanen immer begeisterter, so dass ihnen jede mögliche Hilfe versprochen und geliefert wurde.[40]

Zur Konferenz der Alliierten im Teheran Ende 1943 kam Churchill mit leeren Händen. Die von den Russen wiederholt angeforderte „zweite Front“ im Westen wurde auf das nächste Jahr verschoben. In Italien blieb der Vormarsch der Alliierten vor Rom (Monte Casino) stecken. Deswegen versuchte Churchill, Stalin zu überzeugen, dass Tito, dank der alliierten Militärhilfe am Balkan 25 Deutsche Divisionen binde, die sonst an der Ostfront gekämpft hätten. Stalin nahm diese Behauptung nicht ernst und meinte zurecht, dass diese Zahl weit übertrieben wäre.[41] Tatsächlich befanden sich in dieser Zeitspanne in Jugoslawien und Albanien insgesamt nur 9 deutsche Divisionen. Die russische Militärhilfe war minimal. Erst im Herbst 1944, als ein territorialer Kontakt hergestellt wurde, erhielt Tito von den Russen das modernste Kriegsmaterial. So konnte er ohne russische Hilfe ganz Jugoslawien befreien, und zwar in einem für die Partisanen ungewohnten Frontal-Krieg, bei dem die serbische Jugend geopfert wurde.[42]

XIV. Ustascha-Kroatien in der zweiten Hälfte seines Bestehens

Nur für kurze Zeit konnte Pavelić sein Ansehen wiederherstellen. Nach der italienischen Kapitulation bekam er die Gebiete in Dalmatien zurück, die er den Italienern abtreten hatte müssen, jedoch nur formell. Die meisten der Gebiete blieben unter Partisanen-Kontrolle und wurden mit der Zeit noch ausgeweitet. Den Rest besetzten die Deutschen und erklärten es wegen der Gefahr einer alliierten Landung zum Operationsgebiet der Wehrmacht. Viele kroatische Militäreinheiten und die kroatische Gendarmerie (Oružništvo) wurden den Deutschen unterstellt.

Darüber hinaus hatten die Deutschen SS-Einheiten aufgestellt, in denen sie Kroaten ohne Einwilligung ihrer Regierung mobilisierten.[43] Auf Wunsch Himmlers wurden bosnische und herzegowinische Muslime für eine SS-Division, die 13. Hanđar-Division, angeworben, unter anderem um ein von Kroatien unabhängiges Bosnien-Herzegowina vorzubereiten.[44] Die Deutschen mischten sich auch in die kroatische Zivilverwaltung ein, setzten hohe Funktionäre ab und wiesen wiederholte Proteste der Pavelić-Regierung ab. Der Ustascha-Staat verlor von Tag zu Tag an Souveränität. Zutreffend behauptete der deutsche SS-General Ernst Fick in einem Bericht, dass die Herrschaft von Pavelić gleich der eines Bürgermeisters von Zagreb sei, aber ohne der Vorstädte.

XV. Die vergessene kroatische Bauern-Partei

Die Existenz des Ustascha-Staates war nur durch den Sieg der Achsenmächte gesichert. Anfang 1943 musste man schon mit dem Sieg der Alliierten rechnen. Jetzt gab es für die Ustascha-Clique noch eine Hoffnung: Sie rechnete mit dem Auseinanderfallen der Koalition der westlichen Demokratien mit der Sowjetunion. In diesem Falle hätte der Ustascha-Staat die Seiten wechseln und sich den Westmächten anschließen können.[45]

Um den Übergang zu einem demokratischen Regime vorzuspielen, luden sie die Führer der aufgelösten Bauern-Partei HSS zu Koalitionsverhandlungen. Diese standen die ganze Zeit beiseite und sahen dem Gemetzel schweigend zu. Zweimal wurde verhandelt, aber ohne zu einem Schluss zu kommen. Was hatte die Bauern-Partei, die in der Vergangenheit das Vertrauen des größten Teiles der Kroaten genoss, bewegt, mit den größten Verbrechern zu verhandeln? Sie wollten um jeden Preis Titos Machtübernahme vermeiden. Anderseits fürchteten sie, die Hypothek der Ustascha-Verbrechen zu übernehmen.[46] Am Ende beschuldigte Pavelić die Unterhändler des Verrates und ließ sie einsperren.[47]

XVI. Kriegsende

Das Kriegsende bedeutete auch das Ende des Ustascha-Verbrecherregimes und des kroatischen Satellitenstaates. Was spielte sich in den letzten Tagen in Kroatien ab? Im Lager Jasenovac befanden sich mehr als 2000 noch am Leben gebliebene Häftlinge. Um ihre Befreiung durch die anrückenden Partisanen zu verhindern, ermordeten die Ustascha die meisten von ihnen. Etwa 600 Häftlinge unternahmen einen Durchbruch. Nur 84 blieben dabei am Leben. Zusammen mit anderen Personen die sich durch Flucht retten konnten, liegt die Zahl der Überlebenden um etwa 120, davon etwa 30 Juden.[48]

Fast alle führenden Verbrecher entkamen: Der Poglavnik Pavelić, sein Vertreter Slavko Kvaternik, sowie sein berüchtigter Sohn Eugen-Dido, die meisten Minister und viele andere. Der Fluchtweg führte ähnlich wie bei den Nationalsozialisten über den Vatikan, wo ein besonderes Netz gegründet wurde, dass die Ustascha versteckte und ihnen Papiere verschaffte, mit denen sie sich nach Übersee absetzten konnten. Pavelić wurde in einem Kloster, das zum Vatikan gehörte, untergebracht und dann mit der ganzen Familie nach Argentinien geschmuggelt. Der amerikanische Geheimdienst in Rom wusste über Pavelićs Versteck bescheid und jeden Tag wurde ein Haftbefehl von „oben“ erwartet. Dann kam die Weisung: „Lasst ihm laufen“.[49] Warum?

XVII. Eine traurige Bilanz

Von den 45 000 Juden, die vor dem Krieg in Kroatien gelebt hatten, wurden rund 35 000 ermordet, wie auch etwa eine halbe Million Serben und fast alle Roma. Und wir? Entkräftet, verarmt, seelisch belastet, mussten wir von vorne anfangen. In einer düsteren und bedrohlichen Atmosphäre des kommunistischen Regimes. Einige Monate blieb uns noch ein Hoffnungsschimmer, dass jemand von unseren verschleppten Angehörigen noch zurückkehren würde. Es geschah nicht. Im Jahre 1949 konnten wir nach Israel auswandern. Der Anfang war schwer, doch man fühlte sich zu Hause. Ich habe mein Studium beendet, eine Karriere begonnen, eine Familie gegründet...

[1] Vgl. Alex N. Dragnich, Serbs and Croats. The Struggle in Yugoslavia, New York/San Diego/London 1992, 31-35
[2] Vgl. Srdja Trifković, Ustasa, croatian separatism and european politics 1929-1945, London 1998, 22
[3] Vgl. Dragnich, Serbs and Croats (wie Anm. 1), 18-60
[4] Vgl. Ladislav Hory/Martin Broszat, Der kroatische Ustascha-Staat 1941-1945, Stuttgart 1964, 13-26
[5] Vgl. Harriet Pass Freidenreich, The Jews of Yugoslavia. A Quest for Community, Philadelphia 1979, 58
[6] Vgl. Trifković, Ustasa (wie Anm. 2), 91-93
[7] Vgl. Freidenreich, The Jews (wie Anm. 5), 238-241
[8] Vgl. Velimir Terzić, Slom Kraljevine Jugoslavije 1941, Belgrad 1983, 412-419
[9] Vgl. ebd., 456-465
[10] Vgl. Johann Wuescht, Jugoslawien und das Dritte Reich. Eine dokumentierte Geschichte der deutsch-jugoslawischen Beziehungen von 1933 bis 1945, Stuttgart 1969, 45
[11] Vgl. Edmond Paris, Genocide in Satellite Croatia 1941-1945, Chicago 1962, 46-48, sowie Holm Sundhaussen, Wirtschaftsgeschichte Kroatiens im nationalsozialistischen Großraum 1941-1945. Das Scheitern einer Ausbeutungsstrategie, Stuttgart 1983, 56-60
[12] Vgl. Wuescht, Jugoslawien (wie Anm. 10), 187-188
[13] Vgl. Ivo Goldstein, Holocaust u Zagrebu, Zagreb 2001, 108
[14] Vgl. ebd., 117-120
[15] Vgl. Jaša Romano, Jevreji Jugoslavije 1941-1945. Žrtve genocida i učesnici NOR, Belgrad 1980, 112-122
[16] Vgl. Vladimir Dedier, Jasenovac – Das jugoslawische Auschwitz und der Vatikan, Freiburg 2001, 145
[17] Vgl. Leon Poliakov/Jacques Sabille, Jews under Italian Occupation, Paris 1983, 134
[18] Vgl. Fikreta Jelić-Butić, Ustaše i Nezavisna Država Hrvatska, 1941-1945, Zagreb 1978, 106
[19] Vgl. Paris, Genocide (wie Anm. 11), 63
[20] Vgl. Fikreta Jelić-Butić (wie Anm. 20), 162-176
[21] Vgl. Trifković (wie Anm 2),139
[22] Vgl. Walter R. Roberts, Tito, Mihailovic and the Allies 1941-1945, Durham 1987, 22-25
[23] Vgl. ebd., 20-22
[24] Vgl. ebd., 26
[25] Vgl. ebd. 41-43
[26] Vgl. Zeev Milo, Im Satellitenstaat Kroatien. Eine Odyssee des Überlebens 1941-1945, Konstanz 2002, 91-95
[27] Vgl. ebd., 95-111
[28] Vgl. Goldstein, Holocaust (wie Anm. 14), 466-476
[29] Vgl. Hory/Broszat, Der Kroatische Ustascha-Staat (wie Anm. 4), 152-154
[30] Vgl. Lothar Rendulic, Gekämpft, Gesiegt, Geschlagen, Wels 1952, 169-170
[31] Vgl. Goldstein, Holocaust (wie Anm. 14), 559-578
[32] Vgl. Carlo Falconi, The Silence of Pius XII, London 1970, 298
[33] Vgl. ebd., 301-309
[34] Vgl. Trifković, Croatian (wie Anm. 2), 164-171
[35] Vgl. ebd., 152
[36] Vgl. ebd., 153
[37] Vgl. Daniel Capri, The Rescue of Croatian Jews in the Italian Zone of Occupied Croatia, in: Yisrael Gutman/Efraim Zuroff (Hrsg.), Rescue Attempts During the Holocaust. Proceedings of the Second Yad Vashem International Historical Conference, Jerusalem 1977, 465-507
[38] Vgl. Goldstein, Holocaust (wie Anm. 14), 523-526
[39] Vgl. Milo, Im Satellitenstaat (wie Anm. 28),120-198
[40] Vgl. Winston S. Churchill, The Second World War. Closing the Ring, Boston 1951, 461-466
[41] Vgl. ebd., 467
[42] Vgl. Vladimir Dedier, Tito, Simon and Schuster, New York 1953, 234-238
[43] Vgl. Hory/Broszat, Der Kroatischer Ustascha-Staat (wie Anm. 4), 152-164
[44] Vgl. ebd., 154-157
[45] Vgl. Ljubo Boban, Kontroverse iz Povijesti Jugoslavije 1, Zagreb 1989, 283
[46] Vgl. Ljubo Boban, Kontroverse iz Povijesti Jugoslavije 2, Zagreb 1989, 249-252
[47] Vgl. ebd., 252
[48] Vgl. Goldstein, Holocaust (wie Anm. 14), 334-336
[49] Vgl. Heiner Lichtenstein, Angepasst und treu ergeben. Das Rote Kreuz im „Dritten Reich“, Köln 1988, 125-129, sowie Mark Aarons/John Loftus, The Unholy Trinity. The Vatican, the Nazis, and the Swiss Bankers, New York 1992, 77-147