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What's left? Geschichte und Verfall der Linken

Vortrag von Jan-Georg Gerber


Die Zumutungen, mit denen die diversen sozialdemokratischen, grünen und autonomen Vereine heutzutage aufwarten, sind von Anfang an, seit sich Robespierre und Co. in der französischen Nationalversammlung auf der linken Seite des Kammerpräsidenten niederließen, in der Programmatik der Linken angelegt. Insofern ist es möglich, die Geschichte der Linken als Entfaltung ihrer antiaufklärerischen Tendenzen zu lesen. Insbesondere die In gredienzien Egalitarismus, Antiimperialismus und Etatismus sind heute charakteristisch für das, was links ist. Dennoch wäre vor allem gegen die derzeitigen Sachstandswahrer und Freundinnen und Freunde der Linken darauf zu beharren, dass es in der Linken immer auch heterologe Elemente gab, die auf die Befreiung des Individuums von Herrschaft und Ausbeutung zielten: die gar nicht parteiförmige, sich stets nur aus vereinzelten Individuen zusammensetzende Partei des irdischen Glücks.

Jan-Georg Gerber ist Autor und Mitherausgeber mehrerer Bücher über die Geschichte der Linken. Er schreibt u.a. für "Bahamas" und "Jungle World". Er wird erläutern, inwiefern die Linke zugleich die Aufklärung verraten und sie auf die Spitze getrieben hat.

Eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung organisiert von der Basisgruppe Politikwissenschaft

Am 13.12. 20Uhr

Wien, Universitätsstraße 7, NIG, Hörsaal III