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Neue Musik und Tradition. Geschichtliche und gesellschaftliche Momente im HÖren Neuer Musik

Workshop mit Irene Lehmann.

Samstag, 10. März 2012, 11:00h.

B11, Berggasse 11, 1090 Wien.

Ausgehend von der Frage, in welchem Verhältnis die Neue Musik zur Musikgeschichte steht, eröffnen sich verschiedene Komplexe und weitere Fragen, denen sich in dem Workshop genähert werden soll. Anhand von musikalischen und textlichen Materialien der Zweiten Wiener Schule und der Avantgarde der 1960er Jahre soll sich dem Besonderen der Neuen Musik aus geschichtlicher und ästhetischer Perspektive genähert werden. Die kritischen Implikationen und Wirkungen der neuen Musik sollen an den unterschiedlichen Konzepten von Schönberg, Nono, Cage, Schnebel und Lachenmann betrachtet und diskutiert werden. Die Frage nach dem Bewusstsein von Geschichtlichkeit wirft auch die Frage nach dem Verhältnis von ästhetischer Erfahrung und begrifflicher Erkenntnis auf. An Texten aus Adornos ästhetischer Theorie soll diskutiert werden, in welches Verhältnis sinnliche Wahrnehmung und Reflexion treten, und inwiefern die ästhetische Erfahrung eine kritische Dimension birgt. All diese Aspekte sind nicht nur für das Hören Neuer Musik von Bedeutung, vielmehr impliziert die Reflexion über das Verhältnis von Neuer Musik und Tradition auch die Frage nach der Geschichtlichkeit von Wahrnehmung, der mit Benjamin nachgegangen werden soll.

Zur Vorbereitung ist die Auseinandersetzung mit den folgenden Texten empfohlen:

Theodor W. Adorno, 8. Vorlesung in: Ästhetik (1958/59), ab S. 129-138 + die 12. Vorlesung.
Theodor W. Adorno, Musik und neue Musik, in: Musikalische Schriften I-III (GS 16), S. 476-492.
Theodor W. Adorno, Über Tradition, in: Kulturkritik & Gesellschaft I (GS 10.1), S. 310-320.

Bei Teilnahme bitten wir um Anmeldung per Mail an uns: bagru.powi@gmx.at
Texte werden als PDF ausgeschickt.