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Die meisten Texte findet ihr in unserer Zeitung "Herrschaftszeiten"

Über Gewalt reden. Einwände gegen die Definitionsmacht.

Dieser Text wurde von einigen GenossInnen der Basisgruppe Politikwissenschaft als Diskussionsbeitrag verfasst.

Für Betroffene sexueller Gewalt ist die bürgerliche Rechtsprechung oft feindliches Terrain: In Gerichtsverhandlungen werden Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe bagatellisiert, VerteidigerInnen scheuen sich nicht vor dem Zynismus, der Betroffenen eine Mitschuld nachweisen zu wollen, und häufig werden Anklagen wegen Verjährungsfristen und fehlender Beweise abseits der Zeugenaussage(n) fallen gelassen. Zudem ist Sexismus in den oft zitierten linken Zusammenhängen genauso wie im Rest der Gesellschaft......more

Update postnazistischer Ideologie - Stellungnahme zum 8. Mai

Nicht nur die ansässige Linke hat den 8. Mai endlich ganz für sich entdeckt, auch das offizielle Österreich findet neuerdings daran Gefallen, sich ohne Wenn und Aber total befreit zu fühlen. Im nationalen Freudentaumel offenbart sich jedoch wieder nur das Althergebrachte im neuen Gewand: Postnazismus und Opfermythos. ...more

Rezension zum WKR-Protest-Reader ("Wir sollten mal dringend miteinander reden...")

Spät aber doch, eine Rezension des vor über einem Jahr erschienenen Readers zu den WKR-Protesten, der von der "Autonomen Antifa Wien" und der "Gruppe AuA!" erstellt wurde. An der Aktualität unserer Betrachtungen hat sich indes nur wenig geändert....more

Occupy Austria

Wer hätte das gedacht. Nach über 60 Jahren sind die Österreicher*innen offensichtlich bereit eine heilige Kuh der zweiten Republik zu schlachten. Der Staatsvertrag und die immerwährende Neutralität sollen abgeschafft werden. Facebook und Twitter sind nun auch in Österreich revolutionäre Medien und so ruft eine Gruppe dazu auf Österreich zu besetzen bzw. zu occupyen....more

Denken heißt dagegen sein
Idiot_innen sind nicht die, die fordern, Komplexes einfach zu erklären, sondern Idiot_innen sind diejenigen, die dieser Forderung nachkommen.

Eine Darstellung unserer Arbeit und Motive.
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Wahlinfo der Basisgruppe zur ÖH-Wahl 2009

Was wir in den letzten zwei Jahren erreicht und verhindert haben, wo wir nach wie vor studientechnische und inhaltliche Mängel verorten etc...
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Gemeinnutz geht vor Eigennutz

Das beschlossene Regierungsprogramm (1/2007) trägt durch die Verordnung von Sozialdiensten klar postfaschistische Züge. Es wird, und hier werden die tiefsten Instinkte in der Gesellschaft geweckt, Studierenden ein Dienst an der Volksgemeinschaft verordnet, ganz nach dem Motto "Gemeinnutz geht vor Eigennutz" oder: "de Orbeitsscheichen soin amoi wos hackln gehn!"
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Im Schatten des Dritten Reiches. Verfolgung und Vernichtung im Ustascha-Kroatien 1941-1945

Vortragstext von Zeev Milo, basierend auf dem Vortrag vom 2.5.2006 an der Uni Wien
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Reader Religionskritik fertig

Ab sofort ist der Reader zur Veranstaltungsreihe "Religionskritik" (SS 2006) bei der Studienvertretung um den Selbstkostenpreis erhältlich.
Aus dem Inhalt:
*Religions- und Ideologiekritik. Einführende Gedanken zur Kritik von Glauben und fetischistischem Bewusstsein (Stephan Grigat)

*Die Religion als "universelle Zwangsneurose". Vergeistigung im Judentum - Regression in Christentum und Islam (Gerhard Scheit)

*Die "Knechtschaft aus Überzeugung". Zur protestantischen Modernisierung des Katholizismus (Florian Ruttner)

*Der Islam als politische Religion - Unterwerfung als Programm? (Florian Markl)

Wozu Kritik der politischen Ökonomie?
Beitrag vom STRV-Seminar vom 28.05. - 31.05.04

Das in der Einladung angeführte Zitat des dreadlocktragenden Jünglings "Geht´s der Wirtschaft gut, geht´s uns allen gut" setzt die Identität von Privatnutzen und Interesse "der Wirtschaft" voraus. Diese Sicht der Dinge blamiert sich schon bei einer oberflächlichen Betrachtung: Denn dass jene Betriebe Gewinne schreiben, die die Lohnkosten möglichst niedrig halten, also Lohnabhängige entlassen oder Lohnkürzungen vornehmen ist evident.
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Zur Kritik des Staats
Beitrag vom STRV-Seminar vom 28.05. - 31.05.04

Das Recht schützt das Individuum, weil dieses der Ware, die bekanntlich nicht von allein zum Markt gehen kann, Beine macht. Die Würde des Warenhüters ist unantastbar. In der Gesellschaft von Staat und Kapital ist es der einzige Schutz, mit dem das Individuum rechnen darf.
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Die gesellschaftskritischen Implikationen der Psychoanalyse
Beitrag vom STRV-Seminar vom 28.05. - 31.05.04

Wenn ich in der Ankündigung schreibe, dass die Psychoanalyse mehr ist, als bloß eine Hilfestellung für das "verstümmelte Individuum", mit den Zwängen dieser Gesellschaft zurechtzukommen; dass sie nämlich den Schritt schon in sich trägt, sich gegen die gesellschaftlichen Verhältnisse zu wenden, so müssen einmal zwei Grundunterscheidungen her.
...coming soon!

Zum Verhältnis von Antisemitismus und Antizionismus
Beitrag vom STRV-Seminar vom 28.05. - 31.05.04

Georg Lukacs schreibt am Beginn seines Aufsatzes "Die Verdinglichung und das Bewußtsein des Proletariats": "(E)s gibt kein Problem auf dieser Entwicklungsstufe der Menschheit, das in letzter Analyse nicht auf diese Frage (nach dem Warencharakter; A.G.) hinweisen würde, dessen Lösung nicht in der Lösung des Rätsels der Warenstruktur gesucht werden müsse." Dazu gelte es, "das Warenproblem nicht bloß als Einzelproblem, auch nicht bloß als Zentralproblem der einzelwissenschaftlich gefaßten Ökonomie, sondern als zentrales strukturelles Problem der kapitalistischen Gesellschaft in all ihren Lebensäußerungen" zu erkennen.
...coming soon!

Deutscher Feminismus und Antisemitismus
Beitrag vom STRV-Seminar vom 28.05. - 31.05.04

Margarethe Mitscherlich schreibt über die Frauen im NS: "Es waren weitgehend Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs [als die Männer an der Front kämpften] (...) einen großen Teil der Verantwortung in der Heimat übernahmen." Was als neutrale Analyse durchgehen könnte, wird einige Seiten später in einen unmissverständlichen Kontext gestellt: Sie bemängelt, dass vieles, was Frauen damals erreicht haben, wieder rückgängig gemacht werden soll...
...coming soon!

Kiffen macht spießig! Eine Intervention zum Hanffeuer
Von Café Critique und StV Politikwissenschaft

Gleich vorweg: Weder gegen die Freigabe noch gegen den Konsum von Cannabis sprechen wir uns aus. Uns stören die autoritären und exklusiven Anwandlungen derer, die dies fordern.
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Psychoanalyse und Geschlechterverhältnis
Beitrag vom STRV-Seminar vom 31.10-3.11.02

In diesem Referat geht es nicht darum, Freuds patriachale Ansichten über seine Frau oder die Berufstätigkeit der Frau anzugreifen, obwohl seine Briefe an Fließ und seine Krankengeschichten aus den 1890-ern ein kleiner Katalog von Vorurteilen gegen Frauen sind: Es sei die Pflicht des Mannes, seine Frau vor ausführlichen sexuellen Details zu schützen, selbst wenn sie in eine medizinische Form gekleidet seien. Eine intelligente und selbstständige Frau verdiene Lob, weil sie in dieser Hinsicht wie ein Mann sei.
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Negative Geschichtsphilosophie
Beitrag vom STRV-Seminar vom 31.10-3.11.02

Einer netten Überlieferung zufolge spielten sich eines nachts im Hof des protestantischen theologischen Seminars des Stifts Tübingen erstaunliche Szenen ab. Als die Nachricht vom Sturm auf die Bastille selbst bis in die deutschen Niederungen durchgedrungen war, tauften drei junge Theologiestudenten den Baum im Hof des Tübinger Stifts auf den Namen "Freiheitsbaum" und tanzten nackt um ihn herum. Bei den drei in Folge dieses Ereignisses des Seminars Verwiesenen handelte es sich um Hölderlin, Schelling und - Georg Wilhelm Friedrich Hegel.
...coming soon!

Vom ICH zum WIR - Zur Psychopathologie bürgerlicher Vergemeinschaftung
Beitrag vom STRV-Seminar vom 31.10-3.11.02

Der Versuch, das Problem der massenhaft verbreiteten Zustimmung zu Nationalismus, samt Rassismus und Antisemitismus, mit psychoanalytischen Kategorien zu erklären, löst bei so manchem revolutionären Materialisten bzw. mancher revolutionärer Materialistin nicht ganz unbegründet Unverständnis und Zweifel über die Sinnhaftigkeit des Unterfangens aus. Hat man nicht bei Marx gelernt, dass man bei der Kritik des Bestehenden von den gesellschaftlichen Verhältnissen ausgehen muss?
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Pathologische Massenbildung gegen Juden und Jüdinnen - Zur Psychoanalyse des Antisemitismus
Beitrag vom STRV-Seminar vom 31.10-3.11.02

Als die "spezifischen Motive" des Antisemitismus nannte Freud jene, "die aus geheimen Quellen" (Freud 1939, 197) stammen. Die Wissenschaft, welche uns den Blick auf diese geheimen (i.e. unbewussten) Quellen ermöglicht, ist die Psychoanalyse. Auch die Charakterisierung des Antisemitismus als "Leidenschaft" (Sartre 1975, 109) und die grandiose Irrationalität (bis zur Wahnhaftigkeit) seiner Anschuldigungen oder Rationalisierungen verweisen auf die Freudsche Theorie. Weil aber die Psychoanalyse das Individuum zum Gegenstand hat, kann es "strenggenommen nur eine Psychoanalyse des Antisemiten, nicht aber des Antisemitismus geben." (Fenichel 1993, 35)
...coming soon!

Vom Dilemma der Bildungspolitik

Bildungspolitik heute heißt offiziell: dafür Sorge zu tragen, daß dem nationalen Standort genügend Eliten entspringen, die ihrerseits wiederum dafür Sorge tragen, daß der Standort selbst in Zukunft attraktiv bleibt. Studierende sind diesem nationalen Konsens mehr oder weniger ausgeliefert oder treiben diesen in gar nicht so wenigen Fällen voran
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Feministische Politikwissenschaft

Politikwissenschaft, verstanden als eine Wissenschaft, die die gegenwärtigen gesellschaftlichen (politischen) Verhältnisse nicht nur beschreibt, sondern auch angemessen erklärt und kritisiert, kann auch nicht davor zurückschrecken, die HERRschenden patriarchalen Verhältnisse in Frage zu stellen. Die herkömmliche (auch kritische) Politikwissenschaft zeichnet sich jedoch durch eine auffallende Ignoranz in bezug auf das Geschlechterverhältnis aus. Diese Geschlechtsblindheit läßt sich anhand zentraler politikwissenschaftlicher Kategorien und analytischer Konzepte - z.B. Politik, Macht, Herrschaft und Staat - nachweisen.
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Die Gemeinschaft der Tüchtigen

Die Schlagwörter "Effizienz", "Flexibilität" und "Leistungsorientierung" stehen momentan hoch im Kurs. Sie nehmen einen zentralen Stellenwert in den Vorhaben der Regierung "Österreich zu modernisieren" ein. Schluß soll sein mit dem sozialstaatlichen Lenz und den leistungfeindlichen Strukturen. Alle diese Forderungen werden erhoben, um den Standort Österreich innerhalb marktwirtschaftlicher Sachzwänge zu sichern
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Vertrauet eurem Magistrat

Heutzutage hat sich an der autoritären, staatshörigen Charakterstruktur vieler Menschen über weite Strecken wenig geändert, aber doch gibt es Institutionen, die die Möglichkeit besitzen ein - wenn auch kleines - Wörtchen mitzureden. Auf der Ebene der Studienrichtung ist dieses Organ der Selbstorganisation der Studierenden die Studienrichtungsvertretung
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Studiengebühren oder: Bildung! Wozu?

Anscheinend sind alle einer Meinung: Gegen die Studiengebühren muß protestiert werden. Wenn auch meist aus denkbar blöden Gründen. Die AG-dominierte Bundes-ÖH ist darüber hinaus noch moralisch schockiert: "Sie haben euch belogen", ist auf ihren Plakaten zu lesen, gemeint sind der Bundeskanzler und die Bildungsministerin. Der Schock ist verständlich, fällt doch die Mutterpartei der Tochterorganisation offensichtlich in den Rücken, und das ohne Vorwarnung über die sonst bewährten männerbündlerischen Cartellverbandsseilschaften
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Der Heroismus der Bildungspolitik

Ja, an heroischen Apellen mangelt es momentan nicht in der österreichischen Bildungspolitik. Vorläufiger Gipfel dieser Sager, neben den unbeholfenen Exkursen der Bildungsministerin in das schöne Fach der Klassischen Philologie, in denen sie die gewagte These aufstellte, "autonom" (auto = selbst, nomos = Gesetz) hieße nicht, daß man tun könne, was man wolle, war wohl die Aussage eines Industriellenbeirats, auf der Uni hätte man es bis jetzt mit der Freiheit zu weit getrieben
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Was ist Politikwissenschaft?

Vielen Leuten, die mit dem Gedanken spielen, sich diesem Studium zu widmen, spuken sehr vage Vorstellungen darüber im Kopf herum. Ein paar Gedanken dazu, und auch ein paar praktisch-organisatorische Bemerkungen zum Studium sollen hier etwas Licht ins Dunkel werfen. Historisch gesehen, wurde das Studium in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg im Zuge der reeducation, dem Versuch in Deutschland wenigstens demokratisch zivilisierte Zustände herzustellen, eingerichtet. In Österreich, wo mensch sich sicher war, so etwas nicht zu brauchen, da mensch ja sowieso das erste Opfer des deutschen Aggressors aus Braunau am Inn gewesen war, sollte es noch etwas länger dauern
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