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Die Revolution gegen den Revolutionsführer. Über die Aufstände in Libyen und die Militärintervention der NATO
Vortrag und Diskussion mit Bernd Beier (Jungle World/Berlin)

Auch in Libyen begannen im Zuge des sogenannten arabischen Frühlings im Februar landesweite Aufstände gegen die autoritäre Herrschaft des exzentrischen "Revolutionsführes" Muammar al-Gaddafi der seit 1969 an der Macht ist. Trotz harter Repressionsmaßnahmen, die den politischen Konflikt in einen militärischen eskalieren ließen, übernahm die Opposition gegen Gaddafi innerhalb kurzer Zeit die Kontrolle über den Ostteil des Landes. Mitte März verabschiedete die UN eine Resolution zur Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen. Der Vormarsch der Truppen Gaddafis auf Bengasi, die Hochburg der Opposition im Osten des Landes, wurde durch heftige Luftschläge der französischen, britischen und US-amerikanischen Luftwaffe gestoppt. Dennoch kontrolliert Gaddafi weiterhin die Hauptstadt Tripolis und einen beträchtlichen Teil Westlibyens.

Bernd Beier besuchte kürzlich Bengasi und wird von der Situation vor Ort berichten: Über die Reaktionen auf die internationale Militärintervention, die vagen Vorstellungen über eine Zukunft nach Gaddafi, die rudimentäre Selbstorganisation, die Trennung der Geschlechter etc. Zudem unternimmt er den Versuch die Situation mit jener in Tunesien und Ägypten zu vergleichen sowie deren teilweise deutlichen Unterschiede herauszuarbeiten.

Bernd Beier ist Redakteur und Gründungsmitglied der Berliner Wochenzeitung Jungle World.

Mittwoch, 22. 6. 2011, 20:00 Uhr
Neues Institutsgebäude (NIG), Hörsaal II
Universitätsstraße 7
1010 Wien